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| Datum: 09.02.2026 Uhrzeit: 08:58 | ![]() |
Gleich zwei Generalsanierungen starten
Bauteams bündeln umfangreiches Bauprogramm an Strecke und Bahnhöfen • DB setzt auf Erfahrungen der bisherigen Generalsanierungen • Umleitungs- und Ersatzverkehrskonzept für Züge im Nah-, Fern- und Güterverkehr Die DB InfraGO startet mit der Generalsanierung des wichtigen Bahnkorridors zwischen Hagen, Wuppertal und Köln. Dr. Philipp Nagl, Vorstandsvorsitzender der DB InfraGO, Christian Hirte, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesministerium für Verkehr, und Oliver Krischer, Minister für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen, haben heute Nachmittag in Wuppertal-Elberfeld auf einer der zahlreichen Baustelleneinrichtungsflächen das offizielle Startsignal gegeben. Parallel beginnt heute auch die Generalsanierung auf der Strecke zwischen Nürnberg und Regensburg. Nachdem die DB InfraGO 2025 bereits im Zusammenhang mit dem dreigleisigen Ausbau die Sanierung des Korridors zwischen Emmerich und Oberhausen umgesetzt hat, folgt mit dem Korridor zwischen Ruhrgebiet, Bergischem Land und Rheinland nun die erste große Sanierung in Nordrhein-Westfalen. In den Abendstunden schaltet das Bauteam die Oberleitungen auf der Strecke ab und die fünfmonatige Bauphase beginnt. Fern- und Güterverkehrszüge fahren bis zum 10. Juli 2026 auf Umleitungsstrecken. Für die betroffenen S-Bahn- und Regionalzüge kommen als Ersatz bis zu 200 Busse zum Einsatz. Die Generalsanierung Hagen – Wuppertal – Köln im Überblick Während der Zeit der Generalsanierung zwischen Februar und Juli 2026 erneuert die DB InfraGO zwischen Ruhrgebiet, Bergischem Land und Rheinland 81 Kilometer Gleis, 50 Weichen sowie 29 Kilometer der Oberleitung oder setzt sie umfassend instand. Zusätzlich bauen die Teams knapp vier Kilometer neue Schallschutzwände entlang der Strecke, sodass es für Anwohnende zukünftig deutlich leiser wird. Darüber hinaus setzt die DB InfraGO auf die umfassende Sanierung von zwölf Bahnhöfen. Dabei stehen insbesondere die barrierefreie Modernisierung und eine optisch attraktivere Gestaltung der Stationen im Fokus. Neben den großen Bahnhöfen wie Wuppertal Hauptbahnhof und Solingen Hauptbahnhof profitieren auch kleinere Stationen wie beispielsweise Leichlingen, Haan-Gruiten und Ennepetal. Die Arbeiten an den Bahnhöfen werden auch über den Zeitraum der aktuellen Bauphase hinaus bis Ende 2027 fortgesetzt. Ziel der fünfmonatigen Bauphase ist es, die hochbelastete Eisenbahnstrecke langfristig verlässlicher und leistungsfähiger zu machen. Störungen und damit einhergehende Verspätungen sollen sich so deutlich reduzieren. Busse statt Bahnen im Regionalverkehr, Umleitungen im Fernverkehr Für die Zeit der Bauarbeiten hat die DB InfraGO in Abstimmung mit den Aufgabenträgern und den betroffenen Eisenbahnverkehrsunternehmen ein umfassendes Ersatzkonzept für den Nahverkehr erarbeitet. Dabei setzt die DB auch auf die Erfahrungen der bisherigen Generalsanierungen zwischen Mannheim und Frankfurt sowie zwischen Hamburg und Berlin. Während der umfassenden Sanierung zwischen Hagen, Wuppertal und Köln sind die vom Schienenpersonenfernverkehr, den RE- und RB-Zügen sowie vom Güterverkehr genutzten Fernbahngleise durchgängig gesperrt. Zusätzlich sind in drei Phasen auch die S-Bahn-Gleise wegen umfassender Arbeiten an den Bahnhöfen nicht nutzbar. Über den gesamten Bauzeitraum kommen auf den betroffenen Nahverkehrs- und S-Bahnlinien Ersatzbusse zum Einsatz. Dabei setzen die DB sowie die Aufgabenträger und Eisenbahnverkehrsunternehmen wie üblich auf einen Mix aus Bussen, die alle Haltestellen anfahren sowie Expressbusse mit ausgewählten Halten. Die Busse sind in unterschiedlichen Takten von zehn bis 60 Minuten unterwegs. Die genauen An- und Abfahrtszeiten sind in den elektronischen Auskunftsmedien enthalten. Fahrgäste können die Fahrten der Ersatzbusse zudem online über eine LiveMap einsehen. Für die Ersatzverkehre während der Generalsanierungen hat die DB in Abstimmung mit den Aufgabenträgern einheitliche Qualitätsvorgaben sowie ein konsistentes Erscheinungsbild in der Farbe Verkehrspurpur definiert. Diese Standards kommen aktuell auf dem Korridor zwischen Hamburg und Berlin zur Anwendung und greifen auch für die Ersatzverkehre auf der Strecke Hagen – Wuppertal – Köln. Dazu gehören unter anderem neuwertige und barrierefrei zugängliche Fahrzeuge, die ausreichend Stauraum für Gepäck bieten und über WLAN an Bord verfügen. Die Fernverkehrszüge werden während der Bauarbeiten grundsätzlich zwischen Köln und Dortmund via Düsseldorf und Essen umgeleitet oder entfallen auf dem Teilabschnitt zwischen Köln und Dortmund. Die Halte in Wuppertal Hbf, Solingen Hbf und Hagen Hbf entfallen. Ab Köln steht Fahrgästen eine stündliche ICE-Direktverbindung von/nach Berlin via Düsseldorf, Duisburg, Essen und Bochum zur Verfügung. Die Fahrzeit verlängert sich dabei um etwa 20 bis 30 Minuten. Die Züge der IC-Verbindung Stuttgart – Mainz – Köln – Hannover – Magdeburg – Dresden verkehren nur auf den Abschnitten zwischen Stuttgart und Köln sowie zwischen Dortmund und Dresden. Ab dem 15. Mai bestehen ab Hagen Hbf wieder zweistündliche ICE-Verbindungen von/nach Berlin.
Baustart in Bayern: DB InfraGO beginnt mit der Sanierung des Bahnkorridors Nürnberg – Regensburg DB bündelt bis zum 10. Juli umfangreiches Bauprogramm an der Strecke und an den Bahnhöfen • Fahrgäste bleiben dank eines umfassenden Verkehrskonzepts mobil • Umleitungen im Fern- und Güterverkehr • Ersatzbusse und Kapazitätsverstärkungen für ausfallende Regionalzüge Die DB InfraGO beginnt mit der Generalsanierung der wichtigen Bahnstrecke Nürnberg – Regensburg. Gerd-Dietrich Bolte, Vorstand für Infrastrukturplanung und -projekte der DB InfraGO, der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr, Ulrich Lange, und der Bayerische Verkehrsminister Christian Bernreiter haben heute Mittag in Neumarkt (Oberpfalz) auf einer der rund 60 Baustelleneinrichtungsflächen das offizielle Startsignal gegeben. In den Abendstunden schaltet das Bauteam die Oberleitungen auf der Strecke ab und die fünfmonatige Bauphase in Form einer Vollsperrung beginnt. Züge des Fern- und Güterverkehrs werden umgeleitet, für die ausfallenden Regionalzüge sind hochwertige Ersatzbusse im Einsatz, zudem werden im Regionalverkehr auf einer alternativen Bahnverbindung von Nürnberg nach Regensburg die Kapazitäten erhöht. Zeitgleich beginnt auch die Generalsanierung der Bahnstrecke Hagen – Wuppertal – Köln in Nordrhein-Westfalen. Hohes Bauvolumen auf der Strecke Nürnberg – Regensburg Die rund 88 Kilometer lange Bahnstrecke zwischen Nürnberg und Regensburg gehört mit über 350 Zügen täglich zu den verkehrsreichsten Strecken in Bayern. Die Strecke ist ein wichtiger Bestandteil der europäischen Verkehrsachse Rhein-Donau und ist gleichzeitig ein überaus wichtiger Baustein der Bahnverkehre von und nach Österreich. Die Strecke gilt als hochbelastet, die Infrastruktur ist teilweise veraltet und sehr störanfällig. Während der Sanierung werden die pünktlichkeitsrelevanten Gewerke wie Gleise und Oberleitungen umfangreich erneuert. Ziel der fünfmonatigen Bauphase ist es, die Bahnstrecke langfristig widerstandsfähiger und stabiler zu machen. Störungen und Verspätungen sollen sich so deutlich reduzieren. Dafür setzt die DB InfraGO zwischen Nürnberg und Regensburg – nach Abschluss aller Detailplanungen – auf die Erneuerung oder umfassende Instandhaltung von 96 Kilometern Gleise, 74 Weichen und 81 Kilometern Oberleitung inklusive Fahrdraht, Maste, Gründungen und Verstärkerleitung. Für mehr Flexibilität bei Störungen auf der Strecke entstehen zwei zusätzliche Weichenverbindungen (Überleitstellen), eine weitere wird baulich vorbereitet. Hinzu kommt die Sanierung der Bahndämme bei Deining und Pölling sowie einer Brücke bei Burgthann. Die Leit- und Sicherungstechnik wird modernisiert und der Einbau des modernen Zugbeeinflussungssystems ETCS vorbereitet. Die Innenanlagen von acht Stellwerken werden dafür erneuert. Darüber hinaus profitieren die Fahrgäste von attraktiveren Stationen. Die DB modernisiert alle 20 Bahnhöfe zwischen Feucht und Regensburg-Prüfening nach einem ganzheitlichen und klaren Qualitätsstandard. Der barrierefreie Ausbau steht dabei im Fokus. Umfangreiches Busangebot und Umleitungen im Fern- und Güterverkehr Während der Bauarbeiten vom 6. Februar (21 Uhr) bis 10. Juli ist auf der Strecke kein Zugverkehr möglich. Die Fahrgäste bleiben aber dank eines umfassenden Verkehrskonzepts, das die DB InfraGO gemeinsam mit der Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG) und den Eisenbahnverkehrsunternehmen vor Ort erarbeitet hat, mobil. Der Ersatzverkehr umfasst den Korridor zwischen Nürnberg Hauptbahnhof und Regensburg Hauptbahnhof sowie die Umleiterstrecken Neustadt (Donau) – Regensburg und Landshut – Plattling. Die S-Bahn-Linie S2 von Altdorf nach Nürnberg über Feucht ist von der Sperrung nicht betroffen. Lediglich an Wochenenden nachts fahren auch hier Ersatzbusse. Für den Nahverkehr ergeben sich umfangreiche Änderungen auf den Linien S3, RE 22, RE 50 und RB 51 zwischen Nürnberg und Regensburg, außerdem auf den Linien RB 17/RE 18 und RE 3. Die Linien werden jeweils mit Ersatzbussen bedient. Zur Hauptverkehrszeit werden Verstärkerbusse eingesetzt. Als Ersatz für Züge im Nahverkehr kommen entlang der gesamten Strecke Nürnberg – Regensburg sowie auf den angrenzenden Umleiterstrecken in Spitzenzeiten über 90 Busse zum Einsatz. Diese verkehren auf acht Linien und legen täglich über 45.000 Kilometer zurück. Der zwischen Nürnberg und Regensburg via Schwandorf verkehrende RE 40 wird verstärkt, ebenso die im Zweistundentakt verbleibenden Züge auf den Linien RB 17 und RE 3. Die genauen An- und Abfahrtszeiten der Züge und Busse sind in den elektronischen Auskunftsmedien enthalten. Fahrgäste können die Fahrten der Ersatzbusse zudem online über eine LiveMap einsehen. Für die Ersatzverkehre während der Generalsanierungen hat die DB in Abstimmung mit den im Nahverkehr zuständigen Aufgabenträgern einheitliche Qualitätsvorgaben sowie ein konsistentes Erscheinungsbild in der Farbe Verkehrspurpur definiert. Dazu gehören unter anderem neuwertige und barrierefrei zugängliche Fahrzeuge, die über WLAN und digitale Anzeiger für Echtzeitinformationen sowie zum Teil über Toiletten an Bord verfügen. Im Fernverkehr wird bis 13. Juni ein Teil der ICE-Züge zwischen Nürnberg und Regensburg über Ingolstadt und die Donautalbahn umgeleitet. Die Fahrzeit verlängert sich um rund eine Stunde. Zusätzlich wird eine ICE-Fahrt je Tag und Richtung von München über Landshut, Regensburg und Passau nach Wien fahren. Für Reisen zwischen Deutschland und Österreich stehen weiterhin auch die zweistündlichen Züge zwischen München und Wien via Salzburg zur Verfügung. In Regensburg, Passau und Plattling ist das Fernverkehrsangebot in dieser Phase reduziert, in Straubing können keine Fernzüge halten. Ab 14. Juni gibt es wegen des Starts der Generalsanierung Regensburg – Passau weitere Einschränkungen im Fernverkehr zwischen Nürnberg, Regensburg, Passau und Wien. Die Fahrpläne im Fernverkehr sind bereits angepasst. Quelle:/Fotos: DB AG | |