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| Datum: 18.02.2026 Uhrzeit: 07:01 | ![]() |
Norwegen: Die neuen Fernzüge verspäten sich
Der Vertrag mit dem Schweizer Zughersteller Stadler über die Produktion von 17 Fernzügen wurde im März 2023 unterzeichnet. Stadler arbeitet mit mehreren Subunternehmern zusammen, darunter Constellium, das die Aluminiumprofile für den Wagenkasten liefert. Das Werk in Sierre wurde diesen Sommer von schweren Überschwemmungen heimgesucht, die mit einem sogenannten Jahrhunderthochwasser in Zusammenhang stehen. Die dort produzierten und gelagerten Aluminiumprofile wurden durch Schlamm und Wasser beschädigt und können daher nicht mehr für die Züge verwendet werden. Die Produktion der Aluminiumprofile wurde in ein anderes Werk verlegt. Die 17 neuen Fernzüge werden die alten und abgenutzten Lokomotiven und Waggons ersetzen, die derzeit auf den vier Fernstrecken des Landes verkehren. Die Produktion des ersten Zuges ist beim Schweizer Unternehmen Stadler bereits in vollem Gange. Am 17. Februar 2026 führte Stadler den Verkehrsminister durch sein Werk in den Alpen. Der Zug soll nach Tests in Norwegen 2028 auf der Bergenlinie in Betrieb genommen werden. Anschließend werden die neuen Züge bis Anfang der 2030er-Jahre schrittweise auf der Sørlandsbanen, Dovrebanen und Nordlandsbanen eingesetzt. Die neuen Fernzüge tragen die Bezeichnung FLIRT Nordic Express und sind speziell an die norwegischen Gegebenheiten angepasst. Sie stellen eine Weiterentwicklung des meistverkauften Stadler-Zuges, des FLIRT (Fast Innovative Regional Train), dar, von dem der Schweizer Zughersteller zwischen 2012 und 2022 150 Stück nach Norwegen lieferte. Bei Bedarf können weitere Fernzüge beschafft werden, es besteht eine Option auf bis zu 100 weitere Züge insgesamt. Quelle:/Fotos: Samferdselsdepartementet / Norske Tog | |