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Datum: 11.09.2026 Uhrzeit: 08:11

Drei neue Akkuzüge im Nordwesthessen-Netz


Vorstellung des neuen Akkuzuges im Nordwesthessen-Netz (Deutsche Bahn AG / Tim Alexandrin)

Drei neue Akku-Fahrzeuge stärken den Regionalverkehr im Nordwesthessen-Netz: NVV, RMV und NWL starten Testbetrieb mit der DB RegioNetz Kurhessenbahn
Gemeinsame Pressemitteilung vom NVV, RMV, NWL und DB • Drei neue BEMU-Triebfahrzeuge ab Herbst im Nordwesthessen-Netz unterwegs • Testbetrieb über fünf Jahre • Höherer Fahrgastkomfort und klimafreundlicher

Elektrisiert unterwegs: Die drei Aufgabenträger - der Nordhessische Verkehrsverbund (NVV), der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) und der Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) - modernisieren ihr Regionalbahnangebot um drei neue Akku-Triebfahrzeuge, die von der DB RegioNetz Kurhessenbahn eingesetzt werden.

Akku statt Diesel

Die sogenannten BEMU-Fahrzeuge (Battery Electric Multiple Units) werden für einen Zeitraum von fünf Jahren im Testbetrieb zunächst auf den Strecken des Nordwesthessen-Netzes eingesetzt und ersetzen während dieser Zeit drei dieselbetriebene Triebfahrzeuge. Die BEMU-Fahrzeuge beziehen ihre Energie aus leistungsfähigen Akkus und benötigen keine fossilen Kraftstoffe. Während der Fahrt können sie auf elektrifizierten Streckenabschnitten über die Oberleitung geladen werden. Auf nicht-elektrifizierten Strecken ermöglichen die Akkus den Betrieb.

Unterwegs auf den Regionalzuglinien RE39, RB38, RB39 und RB94

Das Verkehrsunternehmen DB RegioNetz Kurhessenbahn setzt die neuen BEMU-Fahrzeuge zunächst überwiegend auf den Linien RE39 und RB39 von Kassel nach Bad Wildungen (NVV) ein. Schrittweise sollen die Fahrzeuge dann auf ausgewählten Leistungen der Linie RB38 von Kassel nach Schwalmstadt sowie auf der Linie RB94 von Marburg (RMV) nach Bad Laasphe (NWL) zum Einsatz kommen. Ein Einsatz der Fahrzeuge auf weiteren NVV-, RMV- und NWL-Linien des Nordwesthessen-Netzes ist ebenfalls geplant. Die drei neuen Fahrzeuge werden ab Herbst dieses Jahres sukzessive in den regulären Betrieb integriert.

Höchster Fahrgastkomfort

Neben dem Akku-Betrieb bieten die neuen Fahrzeuge zahlreiche Vorteile für die Fahrgäste. Der großzügig gestaltete Innenraum verfügt über eine große Nutzfläche - ebenso im Mehrzweckbereich für Fahrräder, Kinderwagen und Rollstühle. Aufgrund des freien Blicks durch das Fahrzeug und auf die Türen entsteht ein offenes Raumgefühl, das zugleich das Sicherheitsgefühl der Fahrgäste stärkt. Der barrierefreie, großzügige Sanitärbereich ist mit einem ausklappbaren Wickeltisch ausgestattet und ein Ganzkörper-Spiegel rundet den Raum ab.
Tische und praktische Lademöglichkeiten ermöglichen zeitgemäßes Reisen: Smartphones und andere mobile Geräte können einfach und bequem direkt am Sitzplatz geladen werden. Auch akustisch machen sich die neuen Fahrzeuge bemerkbar – beziehungsweise das Gegenteil ist der Fall: Im Vergleich zu den Dieseltriebfahrzeugen sind die BEMU-Fahrzeuge deutlich leiser für Fahrgäste im Fahrzeug sowie an den Gleisen, denn es gibt weder Abgase noch laute Motorengeräusche.

Der Mireo Plus B im Vergleich

Die neuen BEMU-Fahrzeuge des Typs „Mireo Plus B“ von Siemens bieten mit einer Länge von 46,5 Metern und 122 Sitzplätzen mehr Platz als die bisherigen dieselbetriebenen Triebfahrzeuge, die auf 41,7 Metern 118 Sitzplätze aufweisen. Gleichzeitig sorgt die deutlich höhere Antriebsleistung der Akku-Züge von 1700 Kilowatt (kW) für eine bessere Beschleunigung als die 630 kW-Leistung der Dieselfahrzeuge. Besonders effizient sind sie durch die Rückgewinnung von Bremsenergie während der Fahrt, die anschließend wieder für den Antrieb genutzt werden kann. So verbindet die neue Generation der Fahrzeuge mehr Leistung mit mehr Komfort und einem effizienteren Betrieb.

Testbetrieb über fünf Jahre

Der Einsatz der drei neuen BEMU-Fahrzeuge ist auf fünf Jahre angelegt, um den Einsatz der Fahrzeuge auf der bestehenden Infrastruktur zu testen und um die Ausgestaltung der Ladeinfrastruktur zu prüfen. Langfristig sollen Akku-Fahrzeuge dazu beitragen, den Dieselbetrieb im Regionalverkehr abzulösen.
Weitere Informationen zu den neuen Fahrzeugen, zu den Strecken, auf denen diese eingesetzt werden und Details zur Ausstattung gibt es auf der Website des NVV: nvv.de/elektrisch-unterwegs


Quelle:/Fotos: DB AG