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| Datum: 23.09.2026 Uhrzeit: 08:51 | ![]() |
Siemens liefert Signaling X für Österreichs Bahninfrastruktur
Signaling X Software-Architektur bündelt Stellwerk, Leit- und Sicherungstechnik ETCS und Cybersecurity Pilotbetrieb ab 2030 als Startschuss für den österreichweiten Rollout Siemens Mobility hat von der ÖBB-Infrastruktur AG einen Auftrag im Wert von rund 1,3 Milliarden Euro zur Digitalisierung der österreichischen Stellwerkstechnik erhalten. Die Vergabe erfolgte im Rahmen einer langfristigen Rahmenvereinbarung mit einem Gesamtvolumen von 2,6 Milliarden Euro. Die Vereinbarung bildet die Grundlage für die schrittweise und flächendeckende Einführung digitaler Stellwerke (DSTW) in Österreich, beginnend mit einem Pilotprojekt im vierten Quartal 2030. Im Mittelpunkt der Modernisierung steht Signaling X, die integrierte Technologiebasis von Siemens Mobility für die digitale Transformation der Leit- und Sicherungstechnik. Die softwarebasierte und cloud-fähige Architektur verbindet Stellwerke, das Zugsicherungssystem ETCS und Cybersecurity-Anwendungen auf einer gemeinsamen technologischen Grundlage. Damit schafft Signaling X die Voraussetzungen für eine schrittweise Modernisierung des ÖBB-Bahnnetzes. Durch die konsequente Entkopplung von Software und Hardware ermöglicht die Technologie mehr Flexibilität im Bahnbetrieb, steigert signifikant die Kapazität und stärkt die digitale Resilienz des Schienennetzes. „Wir freuen uns, gemeinsam mit den ÖBB die Zukunft der österreichischen Bahnlandschaft zu gestalten. Im Zentrum dieser Transformation steht Signaling X, unsere softwarebasierte und cloud-fähige Technologie für die nächste Generation der Leit- und Sicherungstechnik. Sie verlagert die Stellwerkslogik intelligent in zentrale Rechenzentren und digitalisiert so den Bahnbetrieb von Grund auf”, sagte Michael Peter, CEO von Siemens Mobility. „Was wir 2020 mit dem Pilotprojekt in Achau erfolgreich begonnen haben, führen wir nun gemeinsam in die flächendeckende Anwendung. Die ÖBB-Infrastruktur AG übernimmt damit eine internationale Vorreiterrolle und schafft die Grundlage für mehr Kapazität, höchste Zuverlässigkeit und einen nachhaltigen sowie resilienten Bahnbetrieb in Österreich.“ „Das Digitale Stellwerk ist eine Schlüsseltechnologie für die Eisenbahn der Zukunft. Mit dieser Vergabe stellen wir die Weichen für die umfassende Digitalisierung unserer Sicherungstechnik und schaffen die Voraussetzungen, um den Bahnverkehr in Österreich noch effizienter, robuster und leistungsfähiger zu gestalten. Damit setzen die ÖBB auch international neue Standards in der digitalen Verkehrssteuerung“, sagte Johann Pluy, Vorstand ÖBB-Infrastruktur AG. Die Rahmenvereinbarung umfasst die gesamte Bandbreite der modernen Stellwerkstechnik: von den Innenanlagen, in denen die sicherheitsrelevante Logik auf Basis von Signaling X auf Standard IT Servern ausgeführt wird, bis hin zu den Außenanlagen. Hier kommen modernste Object Controller zum Einsatz, welche die präzise Ansteuerung von Signalen, Weichen und weiteren kritischen Elementen der Infrastruktur übernehmen. Der Vertrag ist auf eine Laufzeit von mindestens zehn Jahren ausgelegt und wird durch einen umfassenden Servicevertrag ergänzt. Dieser sichert über die gesamte Systemlebensdauer von 25 Jahren die technische Betreuung, Wartung und eine maximale Systemverfügbarkeit ab. Die Umsetzung dieses Großprojekts erfolgt in einem strukturierten, mehrstufigen Prozess. Nach der geplanten Inbetriebnahme des ersten Pilotprojekts im vierten Quartal 2030 werden weitere Pilotphasen folgen, um die Technologie optimal auf das gesamte Netz abzustimmen. Nach dem erfolgreichen Abschluss dieser Phase startet der österreichweite Rollout mit dem Ziel, langfristig sämtliche bestehenden Stellwerksanlagen durch die neue digitale Generation zu ersetzen. Über Signaling X Signaling X ist die innovative, softwarebasierte und virtualisierte Architektur von Siemens Mobility für die digitale Bahninfrastruktur. Das System schafft die integrierte Technologiebasis, auf der bisher getrennte Funktionen wie Stellwerkstechnik, das Zugsicherungssystem ETCS, Diagnosesysteme sowie Cybersecurity-Anwendungen, digital und cloud-fähig zusammengeführt werden. Durch die konsequente Entkopplung der Sicherungslogik von proprietärer Hardware ermöglicht Signaling X den Einsatz von Standard-IT-Komponenten (Commercial Off-The-Shelf, COTS) und die Zentralisierung der Steuerung in modernen Rechenzentren. Für Infrastrukturbetreiber bedeutet dies eine deutlich höhere Flexibilität, vereinfachte Wartung und eine signifikante Steigerung der Kapazität und Zuverlässigkeit des Schienennetzes – bei gleichzeitig höchsten Sicherheitsstandards durch ein integriertes Zero-Trust-Cybersecurity-Modell. Pionierarbeit als Basis für den landesweiten Rollout Der nun besiegelte Rollout baut auf einer erfolgreichen technologischen Historie auf: Bereits im Jahr 2020 nahm Siemens Mobility in Achau, vor den Toren Wiens, ein digitales Stellwerk als Pilotprojekt reibungslos in Betrieb und bewies damit die Praxistauglichkeit der Technologie. Diese Pionierarbeit bildet zusammen mit der laufenden Ausrüstung des gesamten ÖBB-Streckennetzes mit dem Zugsicherungssystem ETCS Level 2 bis zum Jahr 2038 die Grundlage für die digitale Transformation. Durch die Kombination von ETCS und digitalen Stellwerken auf Basis von Signaling X nimmt die ÖBB-Infrastruktur AG eine internationale Vorreiterrolle ein und schafft eines der modernsten und leistungsfähigsten Bahnnetze weltweit. Siemens Mobility erhält Großauftrag über einen Rahmenvertrag zur Digitalisierung der ÖBB-Stellwerkstechnik Quelle:/Fotos: Siemens | |