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Datum: 24.09.2026 Uhrzeit: 08:57

InnoTrans 2026: Stadler und ÖBB präsentieren die Bahn von morgen


Flirt AKKU der ÖBB

Mehr Kapazität, mehr Flexibilität: Stadler und ÖBB präsentieren auf der InnoTrans 2026 die Bahn von morgen
ÖBB und Stadler gestalten die Zukunft der Schiene gemeinsam: Erster Railjet-Doppelstockzug für die ÖBB schafft mehr Kapazität für den Fernverkehr. Der FLIRT Akku ermöglicht elektrische Mobilität auch ohne Oberleitung.

Die Bahn gewinnt in Österreich zunehmend an Bedeutung. Während die Fahrgastzahlen im Fernverkehr tendenziell steigen, gilt es gleichzeitig, Dieselfahrzeuge im Regionalverkehr Schritt für Schritt abzulösen. Auf der InnoTrans 2026 in Berlin haben Stadler und die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) zwei Fahrzeuge präsentiert, die genau auf diese Herausforderungen ausgerichtet sind. Der KISS-Doppelstockzug bietet deutlich mehr Kapazität und Komfort im Fernverkehr, während der batterieelektrische FLIRT Akku künftig Dieselzüge auf nicht elektrifizierten Strecken ersetzen wird. Peter Spuhler, Verwaltungsratspräsident von Stadler: „Die Anforderungen an den Bahnverkehr verändern sich laufend. Gefragt sind Lösungen, die mehr Kapazität schaffen, den Reisekomfort erhöhen und gleichzeitig einen Beitrag zu einer nachhaltigen Mobilität leisten. Stadler hält diese Lösungen maßgeschneidert für die Kunden wie die ÖBB bereit.“

Zwei Lösungen für eine starke Schiene

Für die ÖBB stehen beide Fahrzeuge exemplarisch für die Weiterentwicklung des Bahnverkehrs in Österreich: Der KISS schafft zusätzliche Kapazitäten auf stark nachgefragten Fernverkehrsverbindungen, während der FLIRT Akku neue Möglichkeiten für einen klimafreundlichen Regionalverkehr eröffnet. „Die Schiene ist ein elementarer Hebel auf unserem Weg zur Mobilitätswende. In den kommenden Jahren investieren wir mehrere Milliarden Euro in Modernisierung der Zugflotte. Damit ermöglichen wir den Menschen in Österreich hochmodernen und komfortablen Bahnverkehr“, betont Peter Hanke, Bundesminister für Innovation, Mobilität und Infrastruktur. „Innovation ist ein entscheidender Schlüssel für die Mobilitätswende. Gemeinsam mit Stadler bringen wir zukunftsweisende Fahrzeugkonzepte auf die Schiene, die mehr Kapazität, mehr Komfort und ein noch attraktiveres Bahnangebot für unsere Fahrgäste ermöglichen. Mit modernen und leistungsfähigen Zügen schaffen wir die Voraussetzungen, um mehr Menschen für die Bahn zu gewinnen und den öffentlichen Verkehr nachhaltig zu stärken. Damit investieren wir nicht nur in leistungsfähige Fahrzeuge, sondern vor allem in die Zukunft der Mobilität in Österreich,“ erklärt ÖBB CEO Andreas Matthä.
Fernverkehr: KISS Doppelstock für die nächste Generation des Bahnreisens

Für die Anforderungen des österreichischen Fernverkehrs wurde der neue KISS-Doppelstockzug entwickelt. Mit 486 Sitzplätzen bietet er rund 20 Prozent mehr Kapazität als die Bestands-Railjets. Zum Einsatz wird er ab Sommer 2027 als ÖBB Railjet kommen. Familien- und Ruhebereiche, digitale Services und Barrierefreiheit schaffen ein attraktives Reiseerlebnis für unterschiedliche Zielgruppen. „Menschen sollen mit der Bahn fahren – nicht, weil sie müssen, sondern weil sie wollen. Mit dem KISS schaffen wir die Voraussetzungen dafür und machen Bahnreisen für noch mehr Menschen attraktiv“, sagt Christian Diewald, CEO von Stadler Österreich.

FLIRT Akku als neue Lösung für nicht elektrifizierte Strecken

Wie moderner Bahnverkehr auch auf nicht elektrifizierten Strecken ohne Dieselantrieb Realität werden kann, zeigt der neue FLIRT Akku. Die batterieelektrischen Triebzüge werden ab 2028 auf der niederösterreichischen Kamptalbahn eingesetzt und ersetzen dort schrittweise die Dieseltriebzüge. Die heute präsentierten Züge sind Teil eines Rahmenvertrags, den die ÖBB und Stadler 2023 über bis zu 120 FLIRT Akku abgeschlossen haben. Mit den neuen Fahrzeugen bringen die ÖBB klimafreundliche Mobilität auch auf jene Strecken, auf denen eine vollständige Elektrifizierung derzeit wirtschaftlich oder kurzfristig noch nicht umsetzbar ist. Jeder Dieseltriebwagen, der dadurch ersetzt wird, bedeutet weniger Lärm, geringere Emissionen und damit eine höhere Lebensqualität für die Menschen entlang der Regionen und Bahnstrecken. Gleichzeitig leisten die neuen Züge einen wichtigen Beitrag zur weiteren Dekarbonisierung des öffentlichen Verkehrs. „Der FLIRT Akku ist ein echter Durchbruch für den Regionalverkehr“, kommentiert Diewald. Denn wo bislang oft nur die Wahl zwischen hohen Infrastrukturkosten oder Dieselantrieb bestand, eröffnet sich nun ein dritter Weg: emissionsarmer Bahnverkehr ohne Dieselantrieb auf nicht vollständig elektrifizierten Strecken. Das verändert die Perspektiven für viele Regionen grundlegend. Abschließend erklärt Stadler-Verwaltungsratspräsident Peter Spuhler: „Mit dem KISS und dem FLIRT Akku zeigen wir, wie maßgeschneiderte Stadler-Züge die unterschiedlichen Anforderungen erfolgreich miteinander verbinden.“


Quelle:/Fotos: Stadler Rail