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| Datum: 02.10.2026 Uhrzeit: 07:28 | ![]() |
MVR AG bestellt bei Stadler zwei Zahnradlokomotiven
Die Transports Montreux–Vevey–Riviera (MVR AG) bestellt bei Stadler zwei neue Hybrid-Zahnradlokomotiven. Stadler entwickelt die Fahrzeuge speziell für den Unterhalt der steilen Strecke zwischen Montreux und dem Rochers-de-Naye. Eingesetzt werden sie ab 2029. Die Bestellung ist ein weiterer Baustein in der umfassenden Modernisierung der traditionsreichen Bergbahn: Stadler fertigt bereits acht neue Panorama-Zahnradtriebwagen und rüstet die Strecke mit dem modernen CBTC-Signalsystem NOVA Pro aus. Full Service Die Transports Montreux–Vevey–Riviera (MVR AG), ein Unternehmen der Montreux-Berner Oberland-Bahn (MOB), und Stadler haben einen Vertrag über die Lieferung von zwei Zahnradlokomotiven des Typs Hem 4/4 unterzeichnet. Diese Lokomotiven werden schrittweise die Fahrzeuge ersetzen, die aktuell für die Instandhaltung der Bahninfrastruktur zwischen Montreux und Les Rochers-de-Naye eingesetzt werden. Die in Bussnang (TG) gebauten Lokomotiven werden 2029 in Betrieb genommen, zeitgleich mit den acht neuen Panoramatriebwagen, welche die MVR AG im Mai 2025 bestellt hat. Leistungsstark und flexibel einsetzbar Die beiden neuen vierachsigen Zahnradlokomotiven entwickelt Stadler speziell für die anspruchsvollen Bedingungen auf der Bergstrecke. Mit einer maximalen Leistung von 1320 kW und einer maximalen Anfahrzugkraft von 220 kN verfügen sie über die notwendige Leistungsfähigkeit für Einsätze auf der steilen Zahnradstrecke. Die 13,5 Meter langen Fahrzeuge sind für die Spurweite von 800 Millimetern ausgelegt. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 25 km/h. Dank ihres hybriden Antriebskonzepts können die Lokomotiven sowohl unter der Fahrleitung wie auch mit Diesel verkehren. Dies ermöglicht eine maximale betriebliche Flexibilität. Die neuen Lokomotiven sind auf Funktionalität ausgelegt. Grosse Front- und Seitenfenster verbessern die Sichtverhältnisse für das Lokpersonal. Gleichzeitig wurde bei der Gestaltung Wert auf Ergonomie und einen funktionalen Arbeitsplatz gelegt. Fahrzeuge und Signaltechnik aus einer Hand Die beiden neuen Lokomotiven sind Teil einer umfassenden Erneuerung des Bahnangebots auf den Rochers-de-Naye mit seiner atemberaubenden Sicht auf die Alpen und den Genfersee. Bereits im Mai 2025 bestellte die MVR AG bei Stadler acht komplett neu entwickelte Panorama-Zahnradtriebwagen. Die rund 40 Meter langen Züge bieten Platz für 216 Fahrgäste. Stadler hat die Personenzüge speziell für den touristischen Einsatz auf der spektakulären Strecke entwickelt. Auch diese Fahrzeuge werden in Bussnang (TG) gebaut und verkehren ebenfalls ab 2029. Darüber hinaus erneuert Stadler die Sicherungsanlagen und rüstet die gesamte rund elf Kilometer lange Strecke zwischen Montreux und dem Rochers-de-Naye mit dem CBTC-Signalsystem NOVA Pro aus. Das System übernimmt Funktionen der Zugsicherung, Verkehrssteuerung und Automatisierung und wird sowohl in den neuen Personenzügen als auch in den Zahnradlokomotiven installiert. Damit können Fahrzeuge und Signaltechnik optimal aufeinander abgestimmt werden. Ein aussergewöhnliches Projekt «Mit den beiden neuen Lokomotiven erreichen wir einen wichtigen Meilenstein bei der umfassenden Modernisierung unserer Rochers-de-Naye-Linie. Wir erneuern nicht nur unsere Personenzüge, sondern schaffen gleichzeitig die Voraussetzungen für einen zuverlässigen und effizienten Unterhalt der Infrastruktur. Gemeinsam mit der neuen Signaltechnik und der Erneuerung der Bahninfrastruktur entsteht so ein Gesamtsystem, das uns für die kommenden Jahrzehnte rüstet», sagt Yves Marclay, Generaldirektor der Montreux-Berner Oberland-Bahn (MOB AG) und der MVR AG. «Die Rochers-de-Naye-Bahn ist ein aussergewöhnliches Projekt. Wir dürfen gemeinsam mit der MVR AG nicht nur neue Panorama-Zahnradtriebwagen mit Pininfarina Design realisieren, sondern auch die Signaltechnik und nun die neuen Lokomotiven für den Unterhalt der Strecke liefern. Diese Kombination zeigt sehr schön, wie wir Fahrzeuge und Signaltechnik auf die spezifischen Anforderungen einer Bahn entwickeln. Wir freuen uns, die MVR AG bei dieser umfassenden Modernisierung als Partner zu begleiten», sagt Frédéric Evequoz, Leiter Verkauf Produktsegment Tailormade bei Stadler. Umfassende Modernisierung bis 2029 Parallel zur Beschaffung der neuen Fahrzeuge und der Einführung der neuen Signaltechnik investiert die MVR AG umfassend in die Infrastruktur der Strecke. Dazu gehören unter anderem die Erneuerung der Fahrleitung und der Energieversorgung sowie Arbeiten an Weichen und weiteren Bahnanlagen. Die Arbeiten erfolgen etappenweise bis Anfang 2029. Mit der Erneuerung von Fahrzeugen, Infrastruktur und Signaltechnik schafft die MVR AG die Voraussetzung dafür, die symbolträchtige Zahnradbahn langfristig sicher, zuverlässig und effizient zu betreiben. Ziel ist es zudem, den Reisenden weiterhin ein einzigartiges Erlebnis auf einer der spektakulärsten Bergbahnen der Schweiz zu bieten. Quelle:/Fotos: Stadler Rail | |