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Datum: 05.11.2018 Uhrzeit: 10:45

Skoda: München - Nürnberg Express erhält europäische Zertifizierung


Skoda Transportation hat die europäische Zertifizierung für Hochgeschwindigkeitszüge für Deutschland erhalten

Die Gesellschaft Skoda Transportation hat die Zertifizierung TSI von der Agentur EBC für Lokomotiven 109E und für die modernen doppelstöckigen Hochgeschwindigkeitswagen der Triebzüge MNE (München - Nürnberg Express), die für Deutschland vorgesehen sind, erhalten. Die Triebzüge sollen ab dem nächsten Frühling allmählich die alten InterCity Einheiten ersetzen. Der volle Betrieb der ganzen Flotte der neuen Triebzüge wird im Juni 2019 erwartet.

„Skoda reiht sich zu der Weltspitze der Schienenfahrzeughersteller in der Hochgeschwindigkeitsklasse des Schienenverkehrs. Mit der Ausstellung dieses Zertifikats feiern wir somit einen außerordentlichen Erfolg im Prozess der Homologation, deren Vollendung wir zu Beginn des Jahres 2019 erwarten, nachdem es zu einer endgültigen Zulassung der Triebzüge kommen sollte. Die Vollendung dieses technisch anspruchsvollen Projektes ist Priorität des neuen Vorstandes unter der Führung des neuen Eigentümers, der Investment- und Finanzgruppe PPF, die in Zukunft unsere Geschäftspläne auf dem europäischen Markt unterstützen wird,“ sagt Petr Brzezina, Vorstandvorsitzender und Generaldirektor von Skoda Transportation.

Die Gesellschaft Skoda Transportation stellte für den deutschen Operator Deutsche Bahn Regio sechs moderne Hochkapazitäts-Doppelstocktriebzüge einschließlich sechs Lokomotiven her. Diese Push-Pull Einheiten sind für den Betreib auf den wichtigsten bayrischen Strecken Nürnberg - Ingolstadt - München vorgesehen. Die Entfernung zwischen München und Nürnberg fahren sie in einer Stunde und 45 Minuten, sie werden also um 30 Minuten langsamer sein, als die Hochgeschwindigkeitseinheiten ICE. Im September dieses Jahres wurde die Einheit erfolgreich an der internationalen Messe der Schienenfahrzeuge InnoTrans in Berlin präsentiert.

„Die Lieferungen der Einheiten wurden um mehr als zwei Jahre verschoben. Grund des Verzugs bestand vor allem in der anspruchsvollen Entwicklung der druckdichten Wagen, sowie in den Prüfungen der ganzen Triebzüge, welche im normalen Betrieb zum Beispiel in Tunnels die ICE-Einheiten mit der Geschwindigkeit von 300 km/St. treffen werden. Jetzt ist das Projekt der Hochgeschwindigkeits-Doppelstocktriebzüge für den Nutzer DB Region fast fertig und die ersten Passagiere können die Fahrt in den Skoda-Wagen im Frühling nächsten Jahres genießen,“ ergänzt Zdenek Majer, Vize-Präsident für Handel in Skoda Transportation.

Die Einheiten bestehen aus einem Steuerwagen, einem Schlusswagen, vier eingelegten Wagen und einer Lokomotive der Reihe Emil Zatopek 109E3 von Skoda. Sie sind für eine maximale Geschwindigkeit von 200 km/h konzipiert und werden mit einer Geschwindigkeit von höchstens 190 km/h unterwegs sein.

Skoda Transportation ist der erste Lieferant für Deutschland, der ein Fahrzeug mit barrierefreiem Einstieg von dem Bahnsteig in einer Höhe von 760 mm anbietet. Die Push-Pull Einheit erfüllt natürlich die strengsten deutschen und internationalen Standards. Die Einheiten sind mit einem speziellen druckdichten Kasten ausgerüstet, was ermöglicht andere Einheiten in Tunnels bei hohen Geschwindigkeiten zu treffen, was zum komfortablen und ungestörten Reisen beiträgt.

Der Innenraum des Wagens ist traditionell in die Abteile der ersten und zweiten Klasse aufgeteilt und neu wurde auch eine Abteilung für Kinder hinzugefügt. Auf Wunsch des Kunden bietet die Garnitur 676 Sitzplätze. Jede Garnitur bietet auch 37 Plätze für Fahrräder und einige Plätze für behinderte Passagiere, die mit Plätzen für Begleitungspersonen rechnen. Die Garnituren bieten, unter anderem, auch einen barrierefreien Einstieg, Multi-Zweck-Räume für Kinderwagen und Fahrräder, WLAN, und nicht zuletzt erhöhen sie deutlich den Reisekomfort der Passagiere.




Quelle:/Fotos: Skoda Transportation