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Datum: 11.04.2019 Uhrzeit: 09:35

Nostalgie- und Eisenbahnmuseum der CD reaktiviert die 'Helicon'


Die Saison 2019 des Nostalgie- und Eisenbahnmuseums CD wird mit der Dampfmaschine 'Helicon' von 1906 bereichert.



Eine der ältesten erhaltenen Lokomotiven in Tschechien mit dem Spitznamen 'Helicon' soll in diesem Jahr wieder auf Schienen fahren.

Ceske drahy versetzt diese Lok nach mehreren Jahrzehnten Stillstand wieder in einen betriebsbereiten Zustand. Auf diese Weise wird sie zu einer der ältesten Betriebslokomotiven Europas.
kopiert von elektrolok.de
'Diese Dampfmaschine stammt aus dem Jahr 1906. Nur drei Loks von mehr als 450 gebauten Lokomotiven dieses Typs sind in ganz Europa erhalten geblieben', sagt Miroslav Kupec, Vorstandsvorsitzender und Chief Executive Officer der CD und fügt hinzu: 'Unsere Lokomotive wird jetzt nach einem Stillstand von einem halben Jahrhundert wieder in einen betriebsbereiten Zustand versetzt. Dies wird dank der Bemühungen der Techniker von Ceske drahy und vieler Fans, die mit uns bei der Reparatur zusammenarbeiten, geschehen.




'Die Reparatur dieser mehr als hundert Jahre alten Dampflokomotiven war sehr anspruchsvoll. Während der Renovierung arbeitete Ceske drahy mit spezialisierten Firmen bei der Aufarbeitung des Kessels, des Radsatzes und mit Unterstützung des Verkehrsministerium der Tschechischen Republik auch des Antriebes zusammen, ansonsten wurde diese einzigartige historische Lok in den Werkstätten des Historischen Fahrzeugzentrums in Luzna u Rakovníka in Eigenregie renoviert.

Ceske drahy erwartet ein großes Interesse bei den Eisenbahnfans aus Tschechien und dem Ausland. Die 'Helikon', die aufgrund ihres bauchförmigen Schornsteins, der an Formen gleichnamiger Blechblasinstrumente erinnert, war als Serie 414.0 bei der damaligen CSD im Einsatz. Die Lokomotive hat ihren Ursprung noch zur Zeit des Österreich-Ungarischen Reiches. Alle führenden österreichischen Lokomotivfabriken produzierten von 1885 bis 1909 Dampfloks der Baureihe 73. In dieser Zeit produzierten sie 453 Lokomotiven, die nach dem Ersten Weltkrieg an die neu entstandenen Eisenbahnorganisationen Polens (Reihe Tp15), der Tschechoslowakei (Reihe 414,0), Österreichs (Reihe 73, später 55) verteilt wurden. Kleinere Stückzahlen wurden auch an Italien (Reihe 424), Jugoslawien (Reihe 133) und Rumänien vergeben. Während des Zweiten Weltkriegs wurden sie auch von der DR als 55.57-58er Serie betrieben.

Die 'Helicon' wartet nun auf das erste Anheizen in diesem Jahr - nach mehr als 50 Jahren Abstellzeit und nach mehr als 110 Jahren




seit ihrer Produktion. Diese Veranstaltung wird von allen, die an der Reparatur teilgenommen haben, sowie von Eisenbahnfans mit Spannung erwartet.

'Wir gehen davon aus, dass die Lok die technische und sicherheitstechnische Prüfung (TST) im Mai bestehen wird. Dann müssen wir alle notwendigen Unterlagen bei der Eisenbahnbehörde einreichen und auf die Genehmigung warten. Wenn alles gut geht, wird alles bis zum Beginn der Sommerferien geregelt sein und die Lok kann in den Betrieb gehen. 'Die Lokomotive wird dann für die Traktion von Dampfzügen z.B. nach Rakovník, Stochov oder auf der bekannten Eisenbahn mit dem Museumsbetrieb (Kolesovka) eingesetzt', ergänzt Miloslav Kothera.

Die wieder in Betrieb genommene, erhaltene Lokomotive 414.096 hatte bei den k.k.k.St.B. die Numme '73.368' und wurde 1906 bei StEG in Wien hergestellt. In der Tschechoslowakei wurde es z.B. von den Depots Prerov, Praha-Smíchov und Ceske Budejovice eingesetzt.





Quelle:/Fotos: CD / Petr Stahlavsky