Anzeige

Datum: 01.08.2019 Uhrzeit: 09:20

Alstom wird 12 Avelia Euroduplex-Züge für die TGV-Atlantikstrecken an die SNCF liefern


Alstom wird 12 Avelia Euroduplex-Züge im Wert von 335 Mio. Euro an die SNCF Mobilités liefern. Dieser Auftrag ist eine Ergänzung zu den 55 Zügen, die gegenwärtig ausgeliefert werden bzw. schon ausgeliefert sind. Die 12 Züge werden 2021 und 2022 den Fahrbetrieb aufnehmen. Sie sollen ältere Züge, die teilweise über 30 Jahre alt sind, ersetzen.

Der erste Auftrag über 40 Züge wurde im September 2013[1] von der SNCF unterzeichnet; Optionen über 15 weitere Züge wurden 2017 ausgeübt. Bis heute sind 41 Züge ausgeliefert, wobei die ersten den regulären Fahrbetrieb schon am 11. Dezember 2016 zwischen Paris und Bordeaux aufgenommen hatten.

„Ich freue mich sehr darüber, dass die SNCF erneut ihr Vertrauen in uns gesetzt hat. Das Feedback von Fahrgästen, die regelmäßig mit diesen Höchstgeschwindigkeitszügen fahren, ist sehr positiv. Dieser Auftrag ist eine tolle Nachricht für die Standorte, die diese Züge bauen, und wird vor allem die Auslastung in La Rochelle und Belfort in den Jahren 2020 und 2021 sichern – vor der Auslieferung der 2018 bestellten Züge der neuen Generation. Die Fertigung dieser Avelia Euroduplex-Züge bedeutet Beschäftigung für 400 Mitarbeiter in La Rochelle und 120 Mitarbeiter in Belfort”, sagte Jean-Baptiste Eyméoud, Senior Vice President von Alstom in Frankreich.

Mit 556 Sitzplätzen gegenüber 509 der Vorgängergenerationen zeichnen sich die Avelia Euroduplex-Züge durch eine höhere Fahrgastkapazität aus. Alstom hat den Fahrgast in den Mittelpunkt der Entwicklung dieser Züge gestellt, indem das Unternehmen ein neues Konzept für komfortablere und ergonomischere Sitze mit hochwertiger Ausstattung (Steckdosen, USB-Anschlüsse, Leselampe etc.) anbietet. Alstom hat auch ein innovatives System entwickelt, wonach Sitze in der 1. Klasse um 180° gedreht werden können, sodass die Fahrgäste immer in Fahrtrichtung schauen. Das Besondere an diesen Zügen für diesen zusätzlichen Auftrag ist, dass sie entsprechend vorkonfiguriert wurden für die Ausstattung mit einer neuen Generation eines automatischen Geschwindigkeitskontrollsystems, das den neuesten europäischen Standards (ERTMS) entspricht. Dieser Zug bietet leichtere Zugänglichkeit für mobilitätseingeschränkte Fahrgäste dank seines größeren Eingangs­bereichs und dank der Integration einer Türpositionshilfe sowie der Entwicklung von Toilettengriffen und tastbaren Anzeigen. Der Zug ist auch dafür vorbereitet, dass Betreiber WLAN an Bord anbieten können.

Der Euroduplex gehört zu Alstoms Avelia-Reihe von Hochgeschwindigkeitszügen. Acht von Alstoms 13 Standorten in Frankreich sind an seiner Konstruktion und Fertigung beteiligt: La Rochelle für Konstruktion und Montage, Belfort für die Triebwagen, Ornans für die Motoren, Le Creusot für die Drehgestelle, Tarbes für die Antriebsketten, Villeurbanne für die Bordcomputer, Petit-Quevilly für die Bahnstromtransformatoren and Saint-Ouen für das Design.

[1] Als Bestandteil eines Vertrages, der am 27. Juni 2007 zwischen Alstom und der SNCF abgeschlossen wurde


Quelle:/Fotos: Alstom