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Datum: 18.03.2022 Uhrzeit: 11:01

Nevomo: MagRail-Teststrecke in Nowa Sarzyna


Nevomo schließt den Bau der Eisenbahninfrastruktur ab und beginnt mit der Installation der MagRail-Systemausrüstung auf der Teststrecke in Nowa Sarzyna, Polen

? Europas längste Teststrecke für passives Magnetschweben auf dem Gelände von CIECH Sarzyna in Originalgröße

Nevomo, der Entwickler der innovativen, von der Hyperloop-Technologie inspirierten MagRail, hat die erste Bauphase der längsten Teststrecke für passive Magnetschwebetechnik in Europa abgeschlossen. Im Südosten Polens, auf dem Gelände des CIECH Sarzyna in der Woiwodschaft Podkarpackie, wurde eine 700 Meter lange Bahnstrecke in einer Bauweise errichtet, die eine Geschwindigkeit von bis zu 160 km/h ermöglicht.

Die Teststrecke in Nowa Sarzyna dient der Erprobung der Magnetschwebebahn, des Fahrzeug- und Infrastrukturbetriebs, des Stromnetzbetriebs und der Zusammenarbeit zwischen Fahrzeug und Infrastruktur.

Anfang März haben wir mit der Installation der für das Magnetschweben erforderlichen Ausrüstung begonnen - einem Linearmotor zwischen den Schienen, einer Schwebestabilisierungslaufbahn im äußeren Schienenbereich und einem Stromversorgungssystem. In der Zwischenzeit bauen wir auch einen Prototyp des Fahrzeugs zusammen, das wir schweben lassen wollen. Wir planen, noch in diesem Sommer mit den vollständigen Tests zu beginnen', sagt ?ukasz Mielczarek, Leiter des Bereichs Infrastruktur und Mitbegründer von Nevomo, und fügt hinzu: 'Mit den erfolgreich abgeschlossenen Tests steht die Tür für Pilotimplementierungen offen. Wir planen, dies gemeinsam mit unserem Partner Rete Ferroviaria Italiana, dem italienischen Infrastrukturbetreiber, zu tun.

Die Magnetbahntechnologie, genannt MagRail, wurde von Nevomo entwickelt, um die Effizienz der bestehenden Schieneninfrastruktur erheblich zu steigern. Diese weltweit einzigartige Lösung ermöglicht es, dass sowohl Magnetfahrzeuge als auch konventionelle Züge auf denselben Strecken verkehren können, ohne dass Änderungen am vorhandenen Rollmaterial vorgenommen werden müssen. Dank des linearen Elektroantriebs, der fortschrittlichen Automatisierung und des Phänomens der Magnetschwebebahn können die Schienenfahrzeuge mit Geschwindigkeiten von bis zu 550 km/h auf den bestehenden Gleisen fahren.

Die MagRail-Technologie ermöglicht vollautomatisiertes Fahren, erhöhte Frequenzen, einen oberleitungsfreien und fehlerfreien Betrieb, mit Fahrplänen, die an die Bedürfnisse der Fahrgäste und die wechselnden Fahrgastströme angepasst sind. Infolgedessen wird die Einführung der MagRail-Technologie die Kapazität der Eisenbahnstrecken erheblich steigern und die Wartungskosten um etwa 20-30 % senken. MagRail bedeutet auch niedrigere Baukosten im Vergleich zu Hochgeschwindigkeitsbahnen.

Das Projekt wird von der Europäischen Union aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung im Rahmen des Programms für intelligente Entwicklung kofinanziert. Das Projekt wird im Rahmen des Wettbewerbs des Nationalen Zentrums für Forschung und Entwicklung namens Fast Track durchgeführt.


Quelle:/Fotos: Nevomo