Pressetext:
Früher wurden in den Bahnhöfen Züge gebildet, Wagen abgezogen oder beigestellt. Kurswagen wurden an Bahnhöfen zwischen verschiedenen Zügen ausgetauscht und ermöglichten den Reisenden ein umsteigefreies Reisen. Auskunft über die planmäßige Bildung sowie Herkunfts- und Zielorte der einzelnen Wagengruppen gab der Zugbildungsplan. Sorgfältige Zugbildung gehörte einst zum täglichen Eisenbahnbetrieb, sie war ein präzises Zusammenspiel aus Wagenreihung, Gewicht, Bremsordnung und Laufweg. Zugbildungspläne lieferten alle nötigen Angaben über Bauarten, Nummern, Laufwegen und Positionen der Wagen bis hin zum Umlauf und zum betrieblichen Zweck. Das neue EK-Special beleuchtet diese traditionelle Betriebskultur. Anhand ausgewählter Zugläufe wird nachvollziehbar, wie sich Komposition, Reihung und Funktionszuordnung eines Zuges im Fahrtverlauf veränderten. Jede Epoche wird mit typischen und charakteristischen Zugbildungen vorgestellt – ergänzt um geschichtliche Hintergründe, Einsatzgebiete und markante Besonderheiten. Abgerundet wird das Special durch die Nachstellung von ausgewählten Zugläufen im Modell. Folgen Sie uns in die spannende Welt der Zugbildung!
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Inhalt:
Zugbildung der Reisezüge
Schnell- und Eilzüge im Wandel der Zeit
Ost-West-Verkehr 1958
CNL 472 „Aurora“ von 2014
Von den Alpen nach Holland
D 217 Paris – Berlin 1969/1970
TEE 16 „Erasmus“ von 1978
D 202 „Loreley“ 1984/1985
Premiumzug der DB
DC 912 „Ostfriesland“ 1976
IC 691 „Herkules“ von 1986
D 1052 Leipzig – Köln 1991
Personenzüge im Wandel der Zeit
Im Altbauwagen auf die Alb
Strukturwandel im Allgäu
Wuppertaler Wendebüchsen
Vom Main an die Mosel
N 4125 von 1983/1984
P 15129 von 1990
DR-Doppelstockzug N 14742
Gemütlich durch den Schwarzwald
V36-Vorspann nach Speyer
elektrolok.de-Bewertung
Schon immer interessieren sich Eisenbahn- und Modellbahnfans für die Zusammenstellung eines Zuges zu einem bestimmten Zeitpunkt. Im aktuellen Special des Eisenbahn-Kuriers wird näher auf diese Zugbildung eingegangen. Zunächst wird einleitend an einem Beispiel (F 164 „Loreley-Express“, 1959) detailliert erläutert wie ein Zugbildungsplan aussieht und welche Informationen daraus abzuleiten sind. Auch die einzelnen Wagenumläufe und Arten von Zugbildungsplänen werden ausführlich beleuchtet. Anschließend werden verschiedene Zugläufe exemplarisch herausgegriffen und beschrieben, zunächst im Fernverkehr. Mit Zugbildungsplan, Umlaufplan sowie historischen Fotos und Modellbahn-Reihungen (teilweise auch mit Fahrplan oder Karte) wird jeder Zuglauf ausführlich auf mehreren Seiten beschrieben. In dieser Form sind der D 106 von Hof nach Stuttgart (1958), D 307 München – Amsterdam (1965), D 217 Paris – Berlin (1969/70), TEE „Erasmus“ München – Den Haag (1978), D 202 „Loreley“ Mailand – Amsterdam (1984/85), D 3/4 „Merkur“ Hamburg – Stuttgart (1950er), DC 912 „Ostfriesland“ Frankfurt/M – Norddeich (1976), IC 691 „Herkules“ Kassel – München (1986) und D 1052 Leipzig – Köln (1991) beschrieben. Anhand des CNL 472 „Aurora“ (2014) wird zudem das Kurswagennetz des CityNightLine gezeigt.
Der zweite Teil stellt in ähnlicher Form einige Züge des Nahverkehrs vor. So finden zunächst die lokbespannten Wagengarnituren auf der Zahnradstrecke von Reutlingen nach Münsingen bzw. Honau u.z. Erwähnung. Es folgt der P 1565 von Buchloe nach Oberstdorf (1962), die Wendezüge mit der Baureihe 78.0-5 des Bw Wuppertal-Vohwinkel, der E 2427 Frankfurt/M - Koblenz (1964), der N 4125 von Kiel nach Lübeck (1983/84), der P 15129 der DR von Artern nach Naumburg (1990), der DR-Doppelstockzug als N 14742 im Thüringer Wald (1992), der Gmp 8904 von Hausach nach Villingen (1958) sowie abschließend die Traktionsvielfalt vor dem Ng 9990 (1958-1964). Zwei kurze Bilderstrecken bieten Fern- und Personenzüge im Wandel der Zeit.
Die schon aus dem EK-Monatsheften bekannten Beschreibungen verschiedener Zugläufe füllt hier ein ganzes Sonderheft. Zunächst bekommt der Leser ein paar grundsätzliche Informationen, wie die Zugbildung bei der Bahn früher koordiniert wurde und welche Pläne es dazu gab. Anschließend folgen die beschriebenen Beispiele, wobei man möglichst verschiedene Zugläufe herausgegriffen hat. In den meisten Fällen beschränkt sich die Betrachtung dabei punktuell auf einen bestimmten Fahrplanabschnitt oder -zeitraum. Veränderungen im Zugbild zu früheren oder späteren Jahren werden dadurch leider nicht erfasst. Dennoch erfährt der Leser auch mit den vorhandene Beispielen viel über das „Geheimnis“ der Zugbildung, so dass das Heft sicher eine Investition wert ist.
Na ja...
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Ausbaufähig!
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Durchschnitt!
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Gut!
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Toptitel!
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